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Steildach

Sturm­sicherheit

Erhöhte Anforderungen an die Windsogsicherung von Dächern

Sturmsicherheit

Die Statistiken der letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass auch hierzulande Stürme immer häufiger und heftiger auftreten und die Zahl der Versicherungsschäden drastisch zugenommen hat.

Um dem entgegenzuwirken hat der Gesetzgeber und der ZVDH (Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks) die zu erwartenden Windbelastungen für jede Region im Bundesgebiet neu definiert und die DIN-Vorschriften sowie das Regelwerk des ZVDH dahingehend angepasst, dass nach dem 01.03.2011 errichtete oder sanierte Dächer mit einer Dachziegel- oder Dachsteindeckung durch eine größere Anzahl von Sturmklammern gegen Windsog gesichert werden müssen.

Darüber hinaus müssen die Dachränder in Bereiche eingeteilt werden und insgesamt umfangreichere Berechnungen durchgeführt werden als früher. Gebäude in exponierter Lage, Gebäude mit einer Höhe über 25 m oder Hallendächer müssen zwingend von einem Fachplaner ausgearbeitet werden.

Verantwortungsvolle Hausbesitzer sollten die Vorschriften unbedingt beachten und die Sturmsicherheit ihres Daches regelmäßig von einem Fachmann überprüfen lassen.

Im Schadensfall, z.B. durch herabfallende Dachziegel, droht andernfalls sogar der Verlust des Versicherungsschutzes.

Verschärfte Haftung

Sturm­schäden – verschärfte Haftung bei herab­stürzenden Bauteilen!

Für Sturmschäden an fremden Rechtsgütern oder Personen, z.B. durch herabfallende Dachziegel oder umstürzende Bäume auf ein parkendes Auto oder Passanten, haftet grundsätzlich die private Haftpflichtversicherung des Haus- bzw. Grundstücksbesitzers.

Galt bisher der Grundsatz, dass die Haftpflichtversicherung bereits bei Beaufort 8 in Anspruch genommen werden konnte, wurde dieser nach einer neueren Entscheidung des OLG Hamm aus dem Jahre 2010 dahingehend aufgeweicht, dass Dächer Windstärken bis Beaufort 12 standhalten müssen.

Es ist also vor dem Hintergrund dieser Entscheidung damit zu rechnen, dass private Haftpflichtversicherungen erst bei Sturmschäden ab Beaufort 12 in Anspruch genommen werden können bzw. private Haftpflichtversicherungen eine Schadensübernahme ablehnen.

Das OLG Hamm bemerkte sogar, dass allein schon das Alter eines Daches zur Neueindeckung verpflichten könne.

Die weitere gerichtliche Entwicklung bleibt abzuwarten.

Empfehlenswert ist aber, den Zustand des Bauwerks und des Grundstücks regelmäßig kontrollieren zu lassen. Im Schadensfall kann der Hausbesitzer durch regelmäßig vorgenommene Wartungen und ggfs. durch erfolgte Nachbesserungen durch einen Fachmann nachweisen, dass er seine Sorgfaltspflicht erfüllt hat.

Gut versichert?

Sturm­schaden?

Welche Versicherung kommt dafür auf?

Sturmschaden

Mögliche Schäden, die durch einen Sturm verursacht werden können:

  • Herabfallende Dachziegel/Firstziegel

  • Beschädigung von Dachrinnen durch herabfallende Bauteile

  • Abknicken von Antennen

  • Fassadenbekleidungen werden beschädigt

  • Umstürzende Bäume

  • Fensterscheiben werden eingeschlagen, z.B. durch umgestürzten Baum

  • Schäden an Möbeln/Einrichtungsgegenständen, z.B. durch eingedrungenes Regenwasser infolge eines beschädigten Dachs

Private HaftpflichtversicherungSturmschäden an fremden Rechtsgütern (erst ab Windstärke > 12/13)
Wohngebäude­versicherung
(Sturm­schaden ab Windstärke 8)
Sturmschäden am Haus durch umstürzende Bäume, Schornsteine, Masten
Zusatz­versicherung gegen Elementar­schädenSchäden durch Überschwemmungen, Hochwasser
Hausrat­versicherungSchäden am Inventar durch umstürzende Bäume
Schäden am Inventar durch eingedrungenes Regenwasser als Folge eines Sturmschadens
Glasbruch­versicherungSchäden an Glastüren und Fenstern
Kasko­versicherungSturmschäden am Auto, z.B. durch herabfallende Äste, umgestürzte Bäume (in der Regel ist nur der Zeitwert versichert, nicht der Neuwert)
Kranken­versicherung/ Unfall­versicherungVerletzungen, die z.B. durch Unwetter verursacht wurden.
Für dauerhafte Schäden kommt die Unfallversicherung auf.

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